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Silvio Jänicke – original 70ger Strat

Silvio Jänicke aus Bernburg hat seine original 70ger Strat bei uns Cryo behandeln lassen. Hier sein Feedback:

Für alle Skeptiker gegen Cryo-Tuning:

Bin im Besitz einer Fender Stratocaster von 1979 und war mit dem Sound der Gitarre voll zufrieden, weil man auch nichts anderes
kennt und die alten Schuhe ja bekanntlich am besten passen.
Dann habe ich den Artikel in der „Gitarre & Bass, Ausgabe 3/2013“ von Udo Pipper über das Cryo-Tuning gelesen und mir die Diagramme vom Soundverhalten davor und danach angeschaut.
Ich dachte mir, was spricht eigentlich dagegen, wenn der Sound der Gitarre sowieso in jedem Fall besser wird, es nicht mit meiner Strat zu probieren.
Außer, dass der alte – abgewetzte Lack eventuell Risse bekommt, konnte ihr nichts passieren.
Ich gebe zu, es war keine leichte Entscheidung, aber im Nachhinein die beste, die ich treffen konnte.
Als ich die Gitarre im Cryo-Tuning-Zustand zurück hatte, war ich im ersten Moment erschrocken, da der Lack jetzt noch älter aussah und die kleinen Risse überall am Body und auch am Hals verteilt waren. Es sieht aus, als hätte sich die Gitarre Luft verschafft!!!!
Dann zog ich die neuen Saiten auf und bemerkte sofort, dass die Gitarre im trockenen Zustand schon sehr viel lauter, voluminöser und drahtiger war als all meine anderen E-Gitarren und vor allem als im vorherigen Zustand.
Dazu kommt auch noch, dass das Sustain jetzt so stark ist, dass die Vibration an der linken Hand (Hals) spürbar kitzelt, unglaublich! Jetzt war es an der Zeit, sie an den Amp anzuschließen, pooorrr!!!!
Man merkt sofort, sie klingt jetzt sehr viel älter, man hat das Gefühl, es sprießt wirklich aus allen Frequenzen, ein sehr schöner hölzerner und alter Ton.
Sollten so etwa die frühen 70-ger oder gar die 60-ger Strats klingen?
In der Halsposition ist der Sound wie warme Butter, also butterweich, sehr angenehm, perkisiv und offen.
In der Stegposition klingt sie wesentlich fetter, offener und knochiger als je zuvor, als wäre sie befreit von allen frequenzhemmenden Teilen.
Auch die Zwischenpositionen fühlen sich aufgeräumter und erwachsener an. Spritzig, knackig, natürlicher und direkter!!!
Das Sustain ist schlicht unendlich, sie schwingt, und schwingt, und schwingt…… Man hört förmlich: das Holz macht jetzt den Ton.
Als würde man seinen Körper von den Winterklamotten befreien und sich nackt von der Frühlingsonne bestrahlen lassen.
Auch in der Band habe ich den Eindruck, als kann ich sie viel besser hören und orten.
Die Saitentrennung ist jetzt klar und deutlich, auch in verzerrten Einstellungen. Bin absolut überwältigt.

Ab jetzt heißt es noch sauberer zu spielen, denn jede auch noch so kleine Unreinheit ist plötzlich verstärkt hörbar.
Sie verarbeitet also das, was ich ihr anbiete. Sollte es nicht immer so sein????

Silvio Jänicke von der Band Tänzchentee

Hallo Silvio, kleiner Nachtrag, bei deiner 70s Strat ist Poly Urethane Lack verwendet worden
und der reißt nach unseren Erfahrung sehr stark und durch die Dicke des Lackes erscheinen die Risse, im Vergleich zu Nitro Lack, tiefer.

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