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Matthias Weiderer – 63 Relic-Strat

Matthias Weiderer hat inzwischen schon 3 Gitarren behandeln lassen.

Hier das Feedback zum ersten Versuch:

Cryo Tuning bei meiner Selbstbau 63 Relic-Strat
Die Gitarre wurde während der letzten Jahre nach und nach aus besten Zutaten zusammengebaut bis sie endlich meinen Vorstellungen entsprach (Thorndal Erle-Body, Callaham Tremolo, Kloppmann ProGuitar Pickup-Set, Original NOS Nitro Pickguard, Captain Custom Neck usw.).
War mit der Gitarre eigentlich schon sehr zufrieden. Beim Anschauen der Videos von Olli Lohmann zum Thema Cryo Tuning dachte ich mir jedoch, hmh… irgendwie fehlt bei meiner Strat trotzdem noch das gewisse Etwas.
Probierte deshalb neugierig wie ich bin erst das GFG Tremolo Spring Set VSR aus, welches Cryobehandelt ist.
Schon bei den ersten paar Licks stellte sich bei mir der sog. Aha-Effekt ein. Ich erkannte deutlich folgende Veränderungen: Der Klang war deutlich offener und differenzierter. Die Saitentrennung verbesserte sich merklich. Danach konnte ich nicht davon ablassen, mein bisheriges Tremolo (Supreme Vintage Tremolo von Crazyparts, NP ca. 270 Euro) gegen ein Cryobehandeltes Callaham Tremolo V/N Modell distressed auszutauschen. Bei dem Supreme Tremolo störte mich ohnehin, dass die E-Saiten zu nahe an der Griffbrettkante lagen.
Nach dem Einbau des Callaham Tremolos staunte ich erneut nicht schlecht. Die Gitarre war auf einmal druckvoller und runder im Ton. Zudem klang sie noch etwas offener als schon nach dem Einbau des GFG Tremolo Spring Set VSR. Die Akkorde in den unteren Lagen klangen merklich differenzierter und nicht mehr muffig.
Dann war es um mich geschehen und für mich stand fest, jetzt muss die ganze Gitarre eingefroren werden. Denn trotz all der zuvor gennanten Verbesserungen, war es immer noch so, dass die Gitarre in den oberen Lagen einfach noch zu brav, etwas leblos und nicht fett genug war. Des Weiteren nervte mich der Stegpickup meiner Kloppmänner, der einfach immer etwas harsch und aufdringlich Klang.
Also, die Pläne von einer Komplettbehandlung in die Tat umsetzt und mit Jörg telefoniert, Anfang letzter Woche die Gitarre vorbeigebracht und ein paar Tage später wieder bekommen.
Zu Hause angekommen noch neue, ebenfalls cryobehandelte Saiten drauf und etwas feingetuned. Danach ging es los mit dem erhofften Klangfeuerwerk.
Ich erspare mir an dieser Stelle weiteres, stundenlanges Schwärmen. Nach aktuell drei Tagen ausführlichem Testspielen schließe mich der Aussage von Olli Lohmann an: „Es ist, als ob jemand mit einem Zauberstab auf die Gitarre geklopft hat“. Alles was im Vorfeld noch gestört hat, ist wie von Zauberhand weg und alles was ich bisher an der Gitarre vermisst habe, ist auf einmal da. Die Strat klingt vom ersten bis zum letzten Bund gleichmäßigt fett, warm, ausgewogen und glockig, dass man sprichwörtlich vom Hocker fällt. Die Töne fließen und sprudeln förmlich heraus und die Strat gibt jede Nuance meines Spiels 1:1 rüber. Nichts Störendes und Aufdringliches mehr. Beim Anschlag schwingen Neck und Body in einem Einklang, so dass einem die Schwingungen sprichwörtlich durch und durch gehen.
Ein paar Hendrix-Melodien angeschlagen und das gewisse Etwas ist nach langer, langer Suche endlich da: Ich grinse vor mich hin und denke mir:
Endlich am Ziel…. an the wind cries Mary…

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